Kultur und Wein

Das beschauliche Magazin


 

Nobler Mittelburgenland DAC im feudalen Ambiente der Hofburg

Best of Blaufränkischland

Das Mittelburgenland ist bekanntlich das Mekka der Blaufränkisch-Puristen. Dortselbst nimmt man´s gelassen, dass sich mittlerweile tiefgründige Konkurrenz aus dem Burgenländischen Süden und geschäftstüchtige Mitbewerber aus Carnuntum, dem alten Römerland, diesbezüglich mit kräftiger Stimme zu Wort melden.

 

Blaufränkischer aus dem Mittelburgenland ist nach wie vor das A und O der österreichischen Rotweinwelt – vielleicht mit ein Grund, keine geringere Location als die Hofburg in Wien als Ort der Präsentation zu wählen. Wo sich üblicherweise  Herrschaften bei leiser Walzermusik auf den Aufstieg zum Ball im Zeremoniensaal einstimmen, hatten sich weit über 30 Weingüter aus dem Mittelburgenland eingefunden, um ihre Rotweine einem begeisterten Publikum zu präsentieren.

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Herbstliche Impressionen aus dem Blaufränkischland

Der Eindruck von den Notizen im Verkostungskatalog lässt sich in einem Satz zusammenfassen: durchwegs großartige Ergebnisse. Man hat im sanften Hügelland um Deutschkreutz, Neckenmarkt, Unterpetersdorf, Horitschon, Draßmarkt, Kleimutschen, Raiding und Lutzmannsburg (aus all diesen Orten waren Winzer vertreten) dem Rotwein die Chance zur Größe gegeben.

Selbstverständlich war Mister President K+K Walter Kirnbauer, auch bekannt als Promotor des „For Ever Young“ (einem Rotwein, der ewige Jungend garantiert), mit einem fruchtigen DAC Classic und einem ungemein feschen vollmundigen DAC Reserve Goldberg vertreten.  Das ambitionierte Rotweingut Prickler fiel mit einem DAC Reserve auf, der mit bemerkenswerter Mineralik das Potential mittelburgenländischen Bodens bewies. Der Falke Bernhard Artner versteht sich ausgezeichnet auf die Abstimmung von Fruchtigkeit und Holz im DAC Reserve, ebenso wie das Weingut Wiedeschitz, das eine vielversprechende Fassprobe des 2008 DAC Reserve präsentierte.

Blaufränkischer aus dem Mittelburgenland ist nach wie vor das A und O der österreichischen Rotweinwelt

Guter Rotwein sollte niemals ein Frage des Preises sein, aber es muss gestattet werden, auf das Preis-Leistung-Verhältnis zu sprechen zu kommen. An erster Stelle steht diesbezüglich zweifellos das Weingut Kerstinger, dessen fein strukturierter DAC Classic um € 5,- und der DAC Hochberg mit toller Nase und angenehmer Textur um unglaubliche € 7,60 angeboten werden.


Der Wein aus dem sicherlich ältesten Weingarten des Mittelburgenlandes (1906!) kommt aus Lutzmannsburg. Familie Rohrer pflegt dort liebevoll die über 100jährigen Stöcke, gibt sich mit geringer Ausbeute zufrieden und erntet den Dank in einem wunderschönen Blaufränkischen, den man auch als geübter Rotweintrinker nur mit höchster Andacht genießen sollte.

 

Sensationeller Erfolg für österreichische Pinot Noirs in Singapur

 

Weltklasse - Rotweine aus Österreich

Bei einer internationalen Blindverkostung, die am 4. August in Singapur auf Einladung von Michael Thurner (Ex-Österreich Wein Marketing Chef) stattfand, haben österreichische Pinot Noirs eindrucksvoll ihre Klasse bewiesen. Von insgesamt 34 Weinen aus den Jahrgängen 2001-2008 findet man unter den TOP 20 zwölf Österreicher. Und die Konkurrenz war groß: neben vielen klingenden Namen aus dem Burgund konnten sich unsere Österreicher auch erfolgreich gegen Weine aus der Neuen Welt (Übersee) durchsetzen.

 

 

Das hochkarätige Verkostungspanel, das sich auch aus Lisa Perrotti-Brown MW, Master of Wine,  Dr. NK Yong, Jenny Tan und einigen Top Sommeliers sowie Pinot Noir Experten zusammen setzte, zeigt das „Who is Who“ der asiatischen Weinszene. Nachdem das Panel mit unterschiedlichen Bewertungssystemen arbeitete, wurde von den Organisatoren auch die Rangreihenfolge in der Beliebtheit jedes Weines abgefragt. Je niedriger die Ziffer, desto öfter wurde dieser Wein bevorzugt.

„Dieses Ergebnis zeigt uns, dass wir international nun auch mit unseren hochklassigen Rotweinen überzeugen. Lange Zeit waren wir ausschließlich für unsere Weißwein weltweit bekannt, jetzt werden wir immer öfter auch mit Weltklasse-Rotweinen in Verbindung gebracht“, freut sich Willi Klinger, Österreich Wein Marketing Chef über das Ergebnis.

Zur Liste der Top 20

 

Fotos & Kontakt: ÖWM           zurück zum Seitenanfang

Mehr zu den erfolgreichen Winzern und ihren großen Burgundern:

Wien, von der Musik- zur Weinstadt

 

Der Name Fritz Wieninger steht für höchste Wiener Weinkultur. Der engagierte Winzer aus Stammersdorf trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass Wien weltweit nicht nur als Musik-, sondern auch als Weinstadt bekannt wird.

 

Er hat die hochkarätige Verkosterriege mit einem Pinot Noir Grand Select 2004 überzeugt und es damit an die Spitze der Beliebtheitsskala gebracht - sogar vor einem Weingut aus dem Burgund, der Heimat dieser Cépage noble.

 

Weinbeschreibung © Weingut Wieninger:

 

In der Nase tabakig-teerige Würze, im Vordergrund Fruchtaromen von Himbeere und Kirsche. Am Gaumen saftige dunkelrotbeerige Frucht, mineralisch unterlegte Textur mit finessenreichen Säurebogen und feinem Tanninspiel. Hochelegant und sehr burgundisch mit sehr gutem Entwicklungspotenzial.

      

Auf der idealen (Holz-)Spur

Das passende Klima und kalkreiche Böden; zwei gute Gründe, dass sich der Burgunder in der Thermenregion wie zu Hause fühlt. Eigentlich logisch, dass der Johanneshof, auf dem das rührige Brüdertrio Johannes, Christian und Michael (siehe Foto © Johanneshof) mit den Eltern Veronika und Johann Reinisch kräftig Hand anlegt, mit seinen Pinot Noirs, aber auch mit seinen anderen Spitzenweinen,  auf internationalem Parkett reüssiert.

Die Grande Reserve Ried Holzspur 2007 wurde vom „Who is Who“ fernöstlicher Weinexperten in den Medaillenrängen, gereiht, wie man im Sport sagen würde, und ganz vorne im Feld der Pinot Noir "Holzspur"Grande Reserve 2004.

Das Faszinierende daran: Für diesen Pinot braucht man nicht nach Singapur zu fahren, sondern ganz einfach zum Heurigen am Johanneshof Reinisch in den Weingärten von Tattendorf.

Pinot Noir 2007 Ried Holzspur Grande Reserve

 

Anspruchsvoller Burgunder, mittleres Rubingranat, in der Nase mineralisch unterlegte, feine Kirschenfrucht, süße Würze von Edelhölzern, frische Zwetschken, vielschichtiges Bukett. Am Gaumen stoffig, frische Säurestuktur, rotbeerige Nuancen, etwas Himbeerkonfit, bleibt stets leichtfüßig, bereits gut in Balance, feine Würze im Nachhall.

(Weinbeschreibung © Johanneshof Reinisch)

 

Der Wein als Abbild der Natur

Gleich mit dem ersten Jahrgang als Mitglied im elitären Kreis der Pannobile-Winzer, dem Pinot Noir 2004, setzt sich ein junger Winzer aus dem Burgenland bei der Verkostung im fernen Singapur mitten in die Spitzenränge.

        

Claus Preisinger, Jahrgang 1980, stellt autochthone Sorten wie Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent in den Vordergrund. Pinot Noir bedeutet ihm Vergnügen.


Biodynamisches Arbeiten, Handlese, Vorselektion im Weingarten, Nachsortierung im Weingut, Spontanvergärung in offenen Bottichen und Holzgarständern, Ausbau in Eichenfässern haben zum Erfolg geführt.


Sein persönliches Credo: „Meine Weine sind ein Abbild der Natur. Weder im Weingarten noch im Keller greife ich künstlich ein. Auch wenn ich dadurch das Ergebnis verbessern könnte, gebe ich mich lieber mit dem zufrieden, was uns die Natur von sich aus schenkt, als dass ich mich einmische und manipuliere. Klein, fein, bodenständig, unglobalisiert, unconsulted. Gefühl, Instinkt, Nase, Mund und Bauch entscheiden.“

Verkostungsnotizen:

 

Im Auge leuchtendes Rubin, elegante, feinduftige Frische in der Nase, sehr feingliedrig am Gaumen, die Struktur außergewöhnlich präzise, angenehme, doch bestimmte Textur, der Abgang lang und elegant – oder einfacher gesagt: eine Kostprobe, die ein großartiges Weinerlebnis verspricht.

 

(Fotos © Claus Preisinger)

 

Der Burgundermacher aus Tattendorf

Die große Leidenschaft im Weingut Auer gilt dem Pinot Noir. Es entstehen Weine mit Charakter und mit persönlicher Handschrift, die man am liebsten mit den Gästen, was heißt „Gästen“, man ist bald ein Freund der Familie, direkt im Barriquefass-Keller verkostet.

Die besten Voraussetzungen für großen Burgunder liefert die Natur: den Tattendorfer Schwemmlandboden und das milde Klima der Thermenregion - und man weiß die Vorteile dieses Terroirs gekonnt zu nützen:


Mit einer Pinot Reserve 2007 setzte sich das Weingut auch im Fernen Osten durch, unmittelbar vor zwei Weingütern aus Burgund. Wozu also eine weite Reise nach Frankreich, wenn es in nächster Nähe solche Rotweine zu genießen gibt!?

Das Tüpfelchen auf dem I bietet die Galerie des Weingutes, in der derzeit Robert Hajek in seinen Aquarellenunter dem Titel „arte e vino“ Kunst und Wein miteinander verbindet (Bild links).

Die vielversprechende Weinbeschreibung

Pinot Noir Reserve ist immer ein kraftvoller, individueller, von Natur aus konzentrierter Wein mit allen Vorzügen der Sorten und Lagen, sowie bester Lagerfähigkeit, bei aller Kraft sortentypisch transparent, Frucht nach roten Beeren, Noten von Unterholz und Pilzen, kernige, reife Tannine, komplex, lang.

Fotos ( © Weingut Auer) zum Vergrößern anklicken!

 

Burgunder-Visionen

 

Wer ist denn dieser Juris!? Richtig ist die Frage nicht nach „wer“, sondern nach „was“. Juris ist der Name für das Weingut, das seit mindestens 1571 von der Familie Stiegelmar in Gols (Neusiedlersee) betrieben wird. Entstanden ist er aus der im vertrauten Kreis gebrauchten Verkürzung der Namen Georg oder Gregor. Und solche hat es in all den Jahren einige gegeben.


 

Tradition mit Vision ist das Motto im Hause Juris. So viele Generationen haben großes Wissen um den Wein geschaffen. Stehenbleiben hat es aber nie gegeben. So wurde neben bemerkenswerter Pioniertätigkeit in der Erzeugung allmählich der Schwerpunkt vom Süßwein, der seit 1965 in höchster Qualität erzeugt wird, auf den Rotwein verlegt.

Fotos © Weingut JURIS - Axel Stiegelmar zum Vergrößern anklicken

 

Pinot Noir Reserve 2004 in der Beschreibung des Weingutes JURIS:

 

 

Dichte Pinot-Nase, gut eingebundene Beerenfrucht mit zarter Veilchen- und Himbeernote durchsetzt, kräftiger Körper, rot-beeriger Abgang.

 

Große Bedeutung kommt dabei den Burgundersorten zu; St. Laurent und Pinot Noir. Die Reihe der Auszeichnungen, die diesen Weinen zuteil wurde, ist beachtlich. Trotzdem ist man stolz darauf, in Singapur mit einem Pinot Noir 2006 Reserve und dem Pinot Noir „Hochreit“ 2004 ganz vorne dabei gewesen zu sein.


Festschloss Hof als noble Fassung für den Edelstein unter den Rotweinen

 

Rubin Carnuntum Präsentation

Nur die schönsten fruchtig-samtigen Rotweine der Region tragen den Namen "Rubin Carnuntum". Sie haben eine strenge Prüfung bestanden, um diesen edlen Namen tragen zu dürfen.


Am 28. August 2011 wird ihr Jahrgang 2010 zum ersten Mal präsentiert. Festschloss Hof bietet das angemessene Ambiente. Gleichzeitig wird dieses Fest für die ganze Familie bestimmt auch heuer wieder der sonnige Höhepunkt einer erfolgreichen Carnuntum Experience sein.

Wein muss man ohnehin selbst verkosten, um sich ein Bild davon machen zu können. Was braucht es also vieler Worte, um diese durch die Bank exzellenten Rotweine zu beschreiben!? 

 

Als kleine Anregung genügt ein Klick auf das Bild rechts, um im Festschloss Hof dabei zu sein, mit Bildern aus dem Vorjahr, als gezählte 42 Rubin-Winzer umdrängt von Besucherscharen waren, die sich am ausgesprochen toll gelungenen Jahrgang 2009 sichtlich delektierten.

Statistik

 

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